*Fleischskandal* in Moormerland

Wir lesen von Gammelfleisch in den Zeitungen, hören im Radio Berichte und sehen im Fernsehen die Bilder der Schlachthäuser und natürlich auch versteckt die Firmen.
Aber das kann uns auf dem Dorf ja nicht passieren, so denkt so mancher. Die armen Menschen in den Großstädten, die im Supermarkt einkaufen müssen, zumeist eingeschweißtes Fleisch. Man hat ja schon oft gesehen wie die Ettiketen ausgetauscht werden und somit das Haltbarkeitsdatum verlängert wird.

Nur uns auf dem Dorf kann ja nichts passieren. Wir kaufen unser Fleisch beim bekannten Schlachter, bzw. wir wissen woher unsere Supermärkte das Fleisch geliefert bekommen. Gammelfleisch, schlechtes Fleisch, überaltertes Fleisch….nee..nicht bei uns.

Und doch…..es ist passiert.
Die Zeitungen haben berichtet und es wird wohl auch ermittelt.
Im einem Kühlhaus in einem bekannten ortsansässigen Supermarkt hat die Aufsichtsbehörde  überaltertes Fleisch gefunden.

Das Ganze ist aufgeflogen, weil Fleisch verkauft wurde, welches nicht okay war und betreffende Person zuständige Behörden und die Presse informiert hatte.

Der Supermarkt reagierte auch promt und hat die Lieferung weiterer Fleischartikel an bestimmte Personen eingestellt.
Ja..was ist das….ein Eigentor?!

Dumm kann ich nur sagen, jetzt ist das Gerede noch größer als zuvor und die Kunden werden sicherlich nicht mehr werden, nein eher weniger, denn auf dem Dorf zu leben ist immer noch anders als in der Stadt.

Hier kennt jeder jeden, die Vereine sind gut besucht und die Mitglieder treffen sich regelmäßig. Heute wissen es 10 Leute, morgen schon 20 und übermorgen das ganze Dorf.

Ich persönlich besuche diesen Supermarkt kaum, Fleisch kaufe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr dort, weil ich selber auch schon Fleisch reklamiert habe, aber nunja, da bin ich gar nicht auf den Gedanken gekommen die zuständige Behörde aufmerksam zu machen, hätte ich aber tun sollen.

Es handelte sich um Schulterfleisch. Gekauft am Freitagabend um ca. 17 Uhr, nach Hause gefahren, das Fleisch säuberlich in die bekannte Tupperschüssel mit Siebeinsatz gelegt und ab in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag habe ich die Schüssel aus dem Kühlschrank geholt ( Vormittags), dann klingelte das Telefon und nunja….das Gespräch dauerte länger und die Tupperschüssel stand auf der Küchenzeile.

Als ich dann das Gespräch beendet hatte und den Deckel öffnete, kam mir ein sehr unangenehmer Geruch entgegen und das Fleisch schimmerte in grünlichem Ton.
Boh hatte ich einen Hals.

Mit der Tupperschüssel und dem Stinkefleisch ins Auto, ab in den Supermarkt an die Fleischtheke.
Schüssel wutentbrannt auf den Thresen gestellt und den Deckel geöffnet. Samstagvormittag beim Schlachter im Supermarkt, jeder kann sich vorstellen, was da los war.

Ja…das Fleisch wurde vom Schlachter persönlich in Augenschein genommen und mir wurde erzählt, die Lagerung des Fleisches sei falsch gewesen.
Das Behältnis, also meine Tupperschüssel, sei absolut falsch. Kein Wunder, das das Fleisch stinken würde.
Dann hätte ich das Fleisch mit Sicherheit nicht im Kühlschrank gelagert, sondern im warmen Raum stehen gehabt.

Also ich war ziemlich sauer und habe gesagt, sie möchten das Fleisch entsorgen. Ich würde auch auf Ersatz verzichten, denn mir wäre der Appetit vergangen.

Es hatte auch keinen Sinn dort in endlose Diskussion um Tupperware und das Frischhalten von Lebensmitteln zu verfallen, ich hatte die Nase gestrichen voll.

Nur ich brauchte für mein Essen Fleisch. Also ab zum nächsten Supermarkt, an die Fleischtheke.

Die Verkäuferin: “ Bitte schön, was darf es sein?“
Ich: “ Ich hätte gerne ein Stück Fleisch für…..“
Verkäuferin: “ Schulter ist im Angebot…“
Ich:„Nein, danke ich habe gerade ein Stück Schulterbraten zurückgegeben, welches ich in den letzten 12 Stunden in einer Tupperschüssel mit Sieb im Kühlschrank gelagert hatte und welches mir heute Morgen mit einem super guten Geruch und einer schillernde Farbe ins Gesicht sprang.“
Verkäuferin, sie lächelt: “ Ach sie waren bei xxxx in der Schlachterei.  Wir haben schön öfter gehört, das Fleisch zurückgegeben wurde, die Leute reden….dann empfehle ich Ihnen ………..“

Ja, die Leute reden, aber hinter vorgehaltener Hand.  Heute bin auch ich schlauer.  Kaufe ich Fleisch ein und stelle fest, es ist nicht okay, würde auch ich zur zuständigen Behörde gehen, zum Wohle aller.






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