Arme Katze

Gestern auf dem Heimweg lag auf der Fahrbahn eine Katze, die scheinbar von einem Auto erwischt wurde.

Ich schaute beim Vorbeifahren in den Rück-und Außenspiegel und konnte sehen, das die Beinchen sich bewegten.

Sofort hielt ich an und lief zurück. Vorbeifahrende Autos fuhren über das Tier hinweg, zum Glück überfuhr es keiner.

Ich hob die Katze auf und legte sie an den Straßenrand. Sie war äußerlich nicht verletzt, aber aus den Mundwinkel kam schon Blut.

Dennoch bin ich zu einem der Häuser gelaufen und habe mir einen Wäschekorb geliehen, mit Zeitungen ausgelegt und die Katze hinein.

Auto samt Anhänger umgedreht und ab zum Tierarzt, aber leider war es zu spät….die Katze war auf dem Weg zum Tierarzt gestorben.

Sicherlich eine Erlösung für das Tier, ich denke ich hätte es eh einschläfern lassen müssen, aber das wäre auch egal gewesen.

Ich habe die Katze wieder mitgenommen und die Katze etwas abseits der Strasse abgelegt, mit Zeitungen bedeckt und die Dame, die mir den Wäschekorb geliehen hatte, gebeten,  sich bei den Nachbarn umzuhorchen, wohin dieses schöne Tier gehörte.

Sie hat es mir versprochen und sich vielmals bedankt. Sie meinte noch, es gäbe nur wenige Menschen, die sich so um ein Tier bemühen würden.

Die Tage werde ich dort  vorbeifahren und fragen, ob die Leute ausfindig gemacht werden konnten, denen die Katze gehörte.

Es kann ja jedem von uns passieren, eine Katze oder ein sonstiges Tier anzufahren, zu überfahren, aber ich halte dann wenigsten an und versuche zu helfen.

Grausig, wenn ein Tier dann qualvoll am Straßenrand verenden muss, womöglich noch von zig Autoreifen gestreift wird und in seinem Todeskampf diese qualvollen Momente auch noch erlebt.

Zum Glück hat das Leiden für das arme Tier nicht lange gedauert.

Die Regenbogenbrücke:

Auf unserer Seite des Himmels gibt es einen Ort namens Regenbogen-Brücke. Wenn immer ein Tier stirbt, das uns sehr nahe stand, geht es zur Regenbogen-Brücke. Dahinter gibt es wunderbare Wiesen und Hügel für unsere Freunde, wo sie gemeinsam herumdüsen und spielen können. Es gibt genügend Futter, Wasser und Sonnenschein und unsere Freunde haben es dort warm und gemütlich.

Alle Tiere, die krank oder alt und gebrechlich waren, sind wieder genesen und voller Lebenskraft; jene, die verwundet oder verstümmelt waren, sind gesund und wieder hergestellt, so wie sie uns in unserer Erinnerung und unseren Träumen begegnen. Die Tiere dort sind glücklich und zufrieden, bis auf eine Sache: sie vermissen die Person, die ihnen besonders nahe stand und die sie zurücklassen mußten.

Sie laufen herum und spielen gemeinsam, bis der Tag kommt, da plötzlich ein Tier inne hält und in die Ferne blickt. Die Augen leuchten aufmerksam, der kleine angespannte Körper beginnt überall zu zittern. Plötzlich verläßt der Glückliche die Gruppe und fliegt über die grünen Wiesen, die kleinen Füßchen tragen ihn schneller und schneller. Er hat Dich entdeckt und wenn Du Deinen speziellen Freund schließlich triffst, werdet Ihr glücklich vereint und nie wieder getrennt werden.

Dein Gesicht wird von freudigen Küssen bedeckt, Deine Hände liebkosen wieder das geliebte Köpfchen und Du blickst in die treuen Augen Deines Tieres, das vor langer Zeit aus Deinem Leben entschwunden ist, aber niemals aus Deinem Herzen. Dann überquert Ihr gemeinsam die Regenbogen-Brücke …

Quelle: The Rainbow Bridge, aus The Rainbow Bridge by Paul C. Dahm, 1997 aus dem Englischen übersetzt von J. Belik





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